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NRWege in die Sprachbildung

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Foto: A. Etges/Mercator-Institut

Angesichts der zunehmenden sprachlichen Vielfalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen gibt es einen hohen Bedarf an qualifizierten Lehrkräften, die Lernende gezielt in der Zweitsprache Deutsch fördern, ihren Fachunterricht unter wertschätzender Nutzung der Mehrsprachigkeit der Lernenden sprachbildend gestalten und handlungsorientierte Sprachkenntnisse vermitteln.

Im Projekt „NRWege in die Sprachbildung“ werden in einem Verbund aus vier lehrkräftebildenden Universitäten (Ruhr-Universität Bochum, Universität Duisburg-Essen, Universität zu Köln, Universität Paderborn) Professionalisierungsmodule für (internationale) Lehrkräfte im Kontext sprachlicher Bildung und Deutsch als Zweitsprache entwickelt, die als Blended Learning- oder Selbstlernangebote für die Lehrkräfteaus-, -fort- und -weiterbildung zur Verfügung gestellt werden. Zielgruppe sind primär interessierte Lehrkräfte aus der Unterrichtspraxis, die in sprachbildenden Kontexten tätig sind. Dazu gehören auch Pädagog:innen, die selbst zugewandert sind und sich derzeit darauf vorbereiten, als Lehrkraft an einer Schule in Deutschland tätig zu werden.

Das Projekt knüpft an die Weiterbildungsinitiative Deutsch als Zweitsprache (2016-2023) des Landes Nordrhein-Westfalen an. Bereits entwickelte Konzepte, Curricula und Materialien zur Lehrkräfteprofessionalisierung werden gesichtet, systematisiert, ergänzt und neu aufbereitet. Ziel ist die Entwicklung einer systematischen Übersicht zu einschlägigen Themen und Kompetenzzielen für Professionalisierungsangebote im Kontext von Deutsch als Zweitsprache, sprachlicher Bildung und Mehrsprachigkeit, die einen umfassenden Gesamtüberblick zu Professionalisierungsbedarfen in diesem Kontext bietet. Sie stellt außerdem die Grundlage für die digitalen Professionalisierungsmodule dar, die an den verschiedenen Standorten zu ausgewählten Themen konzipiert und pilotiert werden:

  • Basale Lehrkompetenzen für fachfremde DaF/DaZ-Lehrkräfte (Ruhr Universität Bochum)
  • Herkunftssprachlicher Unterricht und sprachlich-ästhetisches Lernen (Universität Duisburg-Essen)
  • (Mehrsprachige) Alphabetisierung und Literalisierung im Kontext von Deutsch als Zweitsprache (Universität zu Köln)
  • Sprachliche Bildung am Berufskolleg (Universität Paderborn)

Für den am Mercator-Institut bearbeiteten Schwerpunkt „(Mehrsprachige) Alphabetisierung und Literalisierung im Kontext von Deutsch als Zweitsprache“ wird derzeit ein digitaler Selbstlernkurs konzipiert, der sich in sechs thematisch aufeinander aufbauende Module gliedert, die in jeweils etwa 45-minütigen E-Learning-Einheiten bearbeitet werden können:

  • Alphabetisierung – Eine Einführung
  • Erkennen und Diagnostizieren von Alphabetisierungsbedarf
  • Konkrete Möglichkeiten der methodisch-didaktischen Umsetzung von Anfangsunterricht in Deutsch als Zweitsprache
  • Alphabetisierung unter Einbezug von Mehrsprachigkeit
  • Förderung von Lernenden mit unterbrochener formaler Schulbildung in den Sekundarstufen
  • Digitale Potenziale in der Alphabetisierung.

Auf einen Blick

ProjektNRWege in die Sprachbildung
ZielZiel des Projektes ist die Entwicklung von digitalen Professionalisierungsmodulen für (internationale) Lehrkräfte zur (Weiter-)Qualifizierung im Bereich Sprachbildung, Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit.
KooperationRuhr Universität Bochum, Arbeitsbereich Sprachbildung und Mehrsprachigkeit, Germanistisches Institut
Universität Duisburg-Essen, Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
Universität zu Köln, Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Universität Paderborn, Arbeitsbereich DaZ und Mehrsprachigkeit, Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaften
FörderungMinisterium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
LaufzeitApril 2024 – Dezember 2027
ProjektverantwortlicheProf. Dr. Lena Heine (Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr. Constanze Niederhaus (Universität Paderborn)
Prof. Dr. Heike Roll (Universität Duisburg-Essen)
Dr. Ina-Maria Maahs/ Prof. Dr. Hans-Joachim Roth (Universität zu Köln)
ProjektkoordinationDr. Milena Minova (Ruhr Campus Academy der Universität Duisburg-Essen)
ProjektteamLydia Böcker (Akademie der Ruhr-Universität Bochum)
Freya Dehn & Brenda Vieth (Universität Paderborn)
Kathrin Drews & Johanna Meyer (Universität zu Köln)