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Neuer Name schärft Profil des Mercator-Instituts

Aus dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache wird das Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung

Bild: Mercator-Institut/H. Witte

Das Mercator-Institut verfolgt das Ziel, sprachliche Bildung in mehrsprachigen Lehr-Lern-Kontexten zu erforschen und zu verbessern. Initiiert wurde das Institut von der Stiftung Mercator im Jahr 2012 als Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Sprachförderbedarf zu erhöhen. Die Stiftung Mercator und die Universität zu Köln reagierten mit der Gründung dieses bundesweit einmaligen wissenschaftlichen Instituts auf die wachsende sprachliche Heterogenität an deutschen Schulen.

Gleiche Mission – geschärfter Fokus – neuer Name

Seitdem hat sich viel bewegt. Es wurden zahlreiche Erfolge gefeiert, Zwischenziele erreicht und neue Herausforderungen angenommen. Die Mission aber bleibt: Wir wollen zu mehr Chancengleichheit in einer mehrsprachigen Gesellschaft beitragen. Gleichzeitig haben sich die Arbeitsschwerpunkte des Instituts im Laufe seiner inzwischen 14-jährigen Institutsgeschichte verschoben. In Reaktion auf aktuelle Entwicklungen in Bildung und Gesellschaft hat es sich immer wieder neu ausgerichtet und heute stehen insbesondere die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung zur Entwicklung alltags-, fach- und bildungssprachlicher Kompetenzen im Deutschen im Fokus. Sprachliche Vielfalt stellt aus unserer Sicht ein zentrales Merkmal der Gesellschaft und des gesamten deutschen Bildungssystems dar. Diese Ressource wertschätzend zu berücksichtigen, didaktisch zu nutzen und aktiv zu fördern, ist daher Aufgabe aller Bildungsinstitutionen. Um dieser Neuausrichtung Ausdruck zu verleihen, firmieren wir seit Anfang Juli 2026 als Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung.

Die Förderung durch die Stiftung Mercator lief 2024 aus, seitdem sind wir ein reines Institut der Universität zu Köln. Doch auch in Zukunft zielen wir mit unserer Arbeit auf einen weiten Kreis an Adressat:innen und Kooperationspartner:innen. Durch Forschung, Lehre und Transfer zu sprachlicher Bildung in einer mehrsprachigen Gesellschaft wollen wir Prozesse zur Steigerung systemischer Bildungsgerechtigkeit in Gang bringen. Dafür setzen wir auf vielfältige Formen der ko-konstruktiven Zusammenarbeit mit diversen Bildungsakteur:innen.

Institutsstruktur modernisiert

Außerdem hat sich das Institut auch intern neu aufgestellt: Der Kreis der mitwirkenden Professor:innen wurde erweitert, Partizipationsmöglichkeiten der Team-Mitglieder erhöht und strategische Entscheidungsprozesse stärker strukturiert sowie transparenter ausgestaltet. Das zentrale Entscheidungsgremium stellt heute der Vorstand des Instituts dar, der sich aus den Professor:innen, Vertreter:innen der wissenschaftlichen Mitarbeitenden, der Mitarbeitenden in Technik und Verwaltung sowie der Studierendenschaft zusammensetzt. Der Vorstand wählt zudem die zwei geschäftsführenden Direktor:innen. Diese Rolle nehmen derzeit Prof. Dr. Nicole Marx und Prof. Dr. Hans-Joachim Roth ein.

Lesen Sie mehr zu unserer Arbeit auf der Seite Was wir tun – Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung als Auftrag

Hier finden Sie eine Übersicht zu unseren aktuellen Forschungs- und Transferprojekten

Diese Seite bietet Ihnen Einblick in bereits abgeschlossene Projekte und deren Ergebnisse.

Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren Tätigkeiten in der Lehre zur Lehrkräfteausbildung.

Zurzeit überarbeiten wir die Informationen auf unsere Website, um diese Veränderungen sichtbar zu machen.

Im Juni 2026 unterzeichneten die Humanwissenschaftliche und die Philosophische Fakultät als Träger des Instituts die neue Satzung des Mercator-Instituts, die den juristischen Rahmen für die neuen Strukturen setzt. Im Juli 2026 wurde diese von der Universität zu Köln veröffentlicht und ist ab sofort offiziell in Kraft.