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DaZ-Studierende entwickeln neue Inhalte für den Methodenpool 

Vier neue praxiserprobte Lerngelegenheiten zum digital gestalteten sprachsensiblen Unterricht mit und ohne KI

DaZ-Studierende entwickeln neue Inhalte für den Methodenpool

Vier neue praxiserprobte Lerngelegenheiten bereichern ab sofort den Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht des Mercator-Instituts und ergänzen das bestehende Angebot. Die Neuzugänge legen einen Schwerpunkt darauf, wie sprachsensibler Unterricht digital mit und ohne Einbezug künstlicher Intelligenz (KI) gestaltet werden kann.

Praxisorientiert entwickelt und erprobt

Entwickelt wurden die neuen Methoden von Studierenden im Rahmen eines Seminars im DaZ-Modul der Universität zu Köln. Dabei kam das Design-Thinking-Verfahren zum Einsatz, das kreative und nutzungsorientierte Lösungen fördert. Die Methoden wurden in der Praxis mit Schüler:innen erprobt und optimiert. Dabei wurde auch Rückmeldungen externer Expert:innen einbezogen. Die entstandenen Ergebnisse wurden anschließend redaktionell von Dr. Christoph Gantefort, Leiter der Abteilung Sprache und Profession und Cedric Lawida, wissenschaftlicher Mitarbeiter, für den Methodenpool aufbereitet.

Neu im Methodenpool: „Kommasetzungs-Coach“ und „Schreibrahmen“

Die Nutzung künstlicher Intelligenz spielt bei der neuen Methode „Kommasetzungscoach“ und der digitalen Erweiterung zur bestehenden Methode „Schreibrahmen“ eine Rolle. Lehrkräfte erfahren, wie sie mit geeigneten Megaprompts Ihre Schüler:innen beim Erwerb von Kommasetzungsregeln und Schreibkompetenzen unterstützen können. Beispielhafte und praxiserprobte Megaprompts werden bereitgestellt, die Lehrkräfte direkt im Unterricht ausprobieren können.

Lesen durch Hören“ mit Book Creator

Ein weiterer Neuzugang widmet sich der Methode „Lesen durch Hören“ in Anlehnung an Gailberger (2011). Die Anleitung im Methodenpool stellt dar, wie Lehrkräfte mithilfe des Tools Book Creator digitale Bücher erstellen können, in denen ein Text sowohl schriftlich als auch auditiv (vorgelesen) zur Verfügung gestellt wird. Schülerinnen und Schüler hören den Text und lesen gleichzeitig (halb-)laut mit. Auf diese Weise wird eine Förderung der Leseflüssigkeit angestrebt.

Kritisches Lesen im Netz: „Fake News erkennen“ mit Padlet

Einen anderen Schwerpunkt legt die Methode „Fake News erkennen“. Hier ist digitale Kommunikation Gegenstand des Lernens. Lehrkräfte erfahren, wie sie Schüler:innen mithilfe von bereitgestellten Leitfragen im Tool TaskCards dabei unterstützen können, Fake News zu erkennen. Dabei wird insbesondere die sprachliche Gestaltung von Fake News in den Blick genommen. Es gibt außerdem eine Vorlage, die von Lehrkräften mit einem eigenen TaskCards-Account kopiert, modifiziert und im Unterricht genutzt werden kann.

Mehr über den Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht und wie er Lehrkräfte unterstützen kann

Der Methodenpool des Mercator-Instituts gibt Lehrkräften und Lehramtsstudierenden einen schnellen, fundierten Überblick über zahlreiche unterschiedliche Methoden, die sie nutzen können, um ihren Unterricht sprachsensibel zu gestalten, also Basiskompetenzen wie das Lesen, Schreiben und Sprechen gezielt zu fördern. Anhand verschiedener Filter können Lehrkräfte auswählen, in welcher Klassenstufe sie unterrichten, was genau sie fördern möchten und welche Sprachhandlung die Schüler:innen durchführen sollen. Das kann zum Beispiel das Argumentieren, das Beschreiben oder Zusammenfassen sein. Je nach Eingabe zeigt der Pool die für die eigenen Ziele passenden Methoden und Sprachhilfen an. Im nächsten Schritt können sich die Lehrkräfte per Klick ein PDF mit näheren Informationen zu der Methode anzeigen lassen. Die PDF-Dateien sind unter einer Creative Commons Lizenz freigegeben, die das Kopieren und Teilen der Handreichungen für nicht-kommerzielle Zwecke erlaubt.

Der Online-Methodenpool ist frei zugänglich und kann kostenlos genutzt werden.