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Klassenzimmer an deutschen Schulen sind zunehmend geprägt durch sprachliche Vielfalt. Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit stellt keine Ausnahme, sondern eine typische Lernvoraussetzung und Ressource im Unterricht dar. Ein adäquater Umgang mit der sprachlichen Vielfalt der Schüler:innen, ein nach ihren Bedarfen ausgerichteter lerner:innenorientierter Unterricht, setzen jedoch voraus, dass Lehrkräfte dafür gezielt ausgebildet werden. Es braucht also in der Lehrkräfteausbildung Angebote zum Erwerb von Sprachbildungskompetenzen, die nicht nur auf die Förderung des Deutschen ausgerichtet sind, sondern auch auf die Berücksichtigung, didaktische Nutzung und Förderung mehrsprachiger Kompetenzen.
Vor diesem Hintergrund untersucht die explorative Studie „Sprachenvielfalt und Perspektiven im Kontext von teacher education – eine Recherche zu Unterricht und Mehrsprachigkeit“ bundesweit die Einstellungen von Lehramtsstudierenden zur sprachlichen Vielfalt in Schulen. Dabei wird folgenden Forschungsfragen nachgegangen: Wie blicken Lehramtsstudierende aus verschiedenen Bundesländern und Bildungsetappen auf migrationsbedingte Mehrsprachigkeit in didaktischen Settings? Wie vorbereitet fühlen sie sich auf das Unterrichten in mehrsprachigen Klassen? Welche Faktoren unterstützen ihre Mehrsprachigkeitsorientierung im Unterricht, welche sind dafür hinderlich?
Zur Beantwortung dieser Fragen wurde ein quantitativ orientierter Online-Fragebogen entwickelt und es liegen Daten von 295 angehenden Lehrkräften aus acht Bundesländern vor.
Auf einen Blick
| Projekt | Sprachenvielfalt und Perspektiven im Kontext von teacher education – eine Recherche zu Unterricht und Mehrsprachigkeit |
|---|---|
| Ziel | Durch einen Online-Fragebogen werden die Einstellungen von Lehramtsstudierenden unterschiedlicher Bundesländer auf migrationsbedingte Mehrsprachigkeit in Schule und Unterricht erfasst. |
| Kooperation | Zentrum für Lehrer:Innenbildung, Technische Universität Chemnitz Dr. Seda Yilmaz Wörfel und Janna Gutenberg Centrum für Mehrsprachigkeit und Spracherwerb, Germanistisches Institut, Universität Münster Dr. Teresa Barberio |
| Laufzeit | Juli 2024 – Dezember 2026 |
| Projektverantwortliche | Dr. Teresa Barberio (Universität Münster) Janna Gutenberg (Technische Universität Chemnitz) Dr. Ina-Maria Maahs (Universität zu Köln) Dr. Seda Yilmaz Wörfel (Technische Universität Chemnitz) |
